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Dienstag, 9. August 2016

Entnahmepflicht für Felchen und Barsche im Bodensee

Ich zitiere einfach mal die Pressemitteilung des Landesfischereiverbandes in Gänze:
 
Nach neuesten Beschlüssen der internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) wurde für Felchen und Barsche das Schonmaß am Bodensee-Obersee vollständig aufgehoben. Freizeitangler müssen ab 2017 im Bodensee jeden Fisch dieser Art entnehmen, egal wie groß er ist. Die offizielle Begründung lautet: „ … um das Zurücksetzen von zu kleinen Fischen mit geringer Überlebenswahrscheinlichkeit zu vermeiden.“

Für 13.000 Angler am Bodensee ist das eine enttäuschende Entwicklung. Genau die Fische, die man schonen will, müssen zukünftig bis zum täglichen Fanglimit ausnahmslos entnommen werden. Es ist eine weltweit anerkannte Praxis, das Jungfische bestimmter Arten von Anglern schonend zurückgesetzt werden. Den schonenden Umgang mit Fischen erlernt jeder Angler bei der Fischerprüfung. Ein Fisch sollte mindestens einmal im Leben die Chance bekommen für Nachwuchs zu sorgen. Nur im Bodensee soll das auf einmal nicht mehr gelten.

Die Angler können die Begründung aus der Praxis am Wasser nicht nachvollziehen. Belastbare Untersuchungen seitens der Fischereiverwaltung liegen auf Nachfrage nicht vor. Dem Vorschlag der Angelfischer in Zusammenarbeit mit der Fischereiverwaltung entsprechende Untersuchungen anzustellen wurde nicht entsprochen. Aus Sicht der Angler sind es Einzelfälle, dass untermaßige Fische ein schonendes zurücksetzten nicht überleben.

Dabei waren es die Angelfischer, die sich im Rahmen der diesjährigen IBKF-Sitzung für eine Ausweitung der Schonzeit und eine sinnvolles Schonmaß zum Schutz der Felchen und Barsche am Bodensee ausgesprochen haben. Die Anträge wurden abgelehnt und im Gegenzug das Schonmaß gänzlich aufgehoben. Karl Geyer, Vorsitzender der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Bodensee Angelfischer (IABS): „Wir machen uns ernsthafte Gedanken über eine nachhaltige Fischerei am See und werden mit solchen Maßnahmen bestraft.“.

„Wenn es einzelne schwarze Schafe unter den Fischern gibt, welche sich nicht an die Regeln halten, dann sollte man diese dafür zur Rechenschaft ziehen. Dafür gibt es eine staatliche Fischereiaufsicht und die haben dabei unser volles Verständnis. Stattdessen sollen jetzt alle 13.000 Angler Jungfische bei den Felchen und Barschen entnehmen.“, so Geyer, „egal mit wem man spricht, dass versteht kein Angler am See.“

Die Angler am Bodensee setzen sich im Rahmen der IABS für eine Abschaffung der Regelung ein. „Mit uns kann man über alles reden, aber ohne eine belastbare Untersuchung am Bodensee entbehrt das jeglicher Grundlage“.

Der LFVBW lehnt diese Neuregelung für die Angler am Bodensee entschieden ab und fordert eine sofortige Abschaffung. Es ist nicht zu verstehen, warum dem Wunsch der Angelfischer vertreten durch die IABS nach weitergehenden Untersuchungen nicht entsprochen wurde. Dazu ist eine fischereiliche Bewirtschaftung auf Grundlage von Schonmaßen weltweit ein anerkanntes Mittel zum Zweck.

Einfach nur widerlich. Damit kann man dann gleich die Fischereiabgabe streichen und sämtliche Hegemaßnahmen einstellen.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Energiespeicher im Bodensee

Durch die Energiewende ist Strom in Zukunft nicht mehr rund um die Uhr in gleicher Menge verfügbar. Wasserkraft, Windparks und Solaranlagen schwanken stark in der Menge des produzierten Stromes. Am einfachsten wäre es natürlich den produzierten Strom dort zu speichern wo er auch produziert wird.

Ingenieure des Essener Baukonzerns HochTief und des Frauenhofer Instituts in Kassel forschen derzeit an einer neuen Idee, die vor allem Offshore Windparks zugute kommen könnte. Der Plan sieht vor hohle Betonkugeln, mit einem Durchmesser von 30 Metern und einem Gewicht von 10.000 Tonnen, auf dem Meeresboden zu versenken.

Besteht Bedarf welcher durch die Produktion nicht gedeckt werden kann, so kann Wasser in die Kugeln strömen, welches wiederum einen Generator antreibt und dadurch Strom produziert. In Zeiten in denen weniger Strom benötigt wird sorgt eine Pumpe dafür, dass das Wasser wieder aus den Kugeln gelangt. Mit der zur Verfügung stehenden Pumptechnik, wäre eine Wassertiefe von bis zu 700 Metern möglich. Die Vorteile würden zum einen im gesparten Platz und im Wirkungsgrad von 85% liegen.

Im Herbst soll diese Technik erstmals im Maßstab 1:10 im Bodensee vor Überlingen getestet werden.

Hier der Artikel von Ingenieur.de

Auch super interessant finde ich diese Homepage. Hier kann man auf einer Weltkarte die Art des produzierten Stromes anzeigen lassen. Auch zusätzliche Informationen zum Anteil des produzierten Stromes per Land sind möglich.


Mittwoch, 30. März 2016

Thurgau genehmigt Fracking

Der Schweizer Kanton Thurgau genehmigt Fracking direkt am Bodensee, Trinkwasserspeicher für 4 Millionen Menschen.
Zum 1. April tritt im Kanton Thurgau ein Gesetz in Kraft, das die Nutzung des Untergrunds regelt. Danach kann Fracking bei Geothermie-Projekten (Erdwärmenutzung) eingesetzt werden, wenn die verwendeten Chemikalien nicht umweltgefährdend sind. Der Regierungsrat bestimmt, welche Chemikalien verwendet beziehungsweise nicht verwendet werden dürfen.
Na dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen.